Warum Sozialkundeunterricht an der Berufsschule?

"Demokratien sind nur lebensfähig, wenn sie von ihren Bürgern verstanden werden."
(G. Sartori)

"Der demokratische Rechtsstaat lebt vom mündigen Mitdenken und Mittun seiner Bürgerinnen und Bürger und ihrer Bereitschaft, sich selbst- und sozialverantwortlich ein Urteil zu bilden, in der Verfassung normierte Regeln und Werte zu respektieren und sich für sie zu engagieren."
("Münchner Manifest" vom 26. Mai 1997)

Diese beiden Zitate sind dem Lehrplan vorangestellt und sollen zum Ausdruck bringen, dass der Sozialkundeunterricht an der Berufsschule dazu dient, das Verständnis von staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen und ihre Zusammenhänge zu fördern.
Ziel ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler ihrer Rolle innerhalb der Gesellschaft bewusst und zur aktiven Teilnahme angeregt werden.
Der Sozialkundeunterricht soll daher nicht nur der reinen Wissensvermittlung dienen, sondern sich an konkreten Handlungssituationen orientieren, die die Kompetenzen eines mündigen Bürgers fördern.